| Kerndämmung |
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Bei der nachträglichen Kerndämmung wird die innerhalb eines zweischaligen Mauerwerks bestehende Hohlschicht mit Steinwollegranulat verfüllt. Voraussetzung ist eine durchgängige Hohlschicht, d.h. dass diese vom Fußpunkt (Sockel) bis zur Traufe eines Gebäudes in derselben Dicke ohne Unterbrechungen vorhanden sein muss. Die Mindestdicke der Hohlschicht beträgt ca. 4 bis 12 cm.
Durch eine zugelassene Fachfirma erfolgt im Vorfeld eine sorgfältige Sichtkontrolle der Hohlschicht mittels eines Endoskops, z.B. durch Bohrungen in den Fugen der Vormauerschale. Anschließend wird mit Hilfe einer Nebelmaschine, die an eine Bohrung angesetzt wird, das Mauerwerk (z.B. an Fenstern und Türen) auf Dichtigkeit überprüft. Undichte Stellen müssen geschlossen werden.
Hierbei wird kontrolliert
Die Materialien für eine Kerndämmung bzw. Hohlraumdämmung müssen bauaufsichtlich zugelassen sein. Die Zulassung umfasst auch das von der Fachfirma anzuwendende Verarbeitungsverfahren.
Eingesetztes Material
Die zugelassenen Materialien sind nichtbrennbar, fäulnis- und witterungsbeständig, biolöslich, hydrophob, d.h. wasserabweisend.
Energiesparpotential in Zahlen ausgedrückt: Bei einem Einfamilienhaus Baujahr Mitte 70er Jahre ergibt sich ein Wert der Fassade von 1,2 W/m2K. Die Temperatur der Wandinnenoberfläche liegt bei 15,3 Grad. Wird die 7 cm Luftschicht mit Steinwollegranulat verfüllt, verbessert sich der U-Wert auf 0,26 W/m²K. Der laut EnEV vorgeschriebene U-Wert von 0,35 W/m²K wird somit weit unterschritten und damit erfüllt. Die Temperatur der Wandinnenoberfläche liegt dann bei 18,2 Grad Celsius. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern erfolgt das Verfüllen der Hohlschicht meist durch eine oder zwei Fachkräfte mittels einer Einblasmaschine.
Erläuterung: U-Wert Vorteile der nachträglichen Kerndämmung mit Steinwollegranulat Die nachträgliche Kerndämmung zweischaliger Mauerwerke mit Steinwollegranulat bietet viele Vorteile: - hohe Wärme- und Schalldämmung - die ursprüngliche Optik der Fassade bleibt erhalten - nachträglicher Fenster- und Türenaustausch ohne Herausrieseln des Einblasdämmstoffes möglich - Kosten- und Zeitersparnis durch ein effektives Dämmsystem - höchster Brandschutz durch Baustoffklasse A1 - vorhandene Bauteile werden genutzt und auf den modernsten Stand gesetzt - keine langen Bauzeiten erforderlich - bei normalen Einfamilienhäusern ist kein Baugerüst notwendig Alle Kostenbeispiele sind nach besten Wissen und Gewissen recherchiert worden und stellen jeweils nur Beispielberechnungen dar. Diese Kosten sind nicht für den Einzelfall verbindlich. Bei Interesse lassen Sie sich jeweils im Vorfeld einer Dämmmaßnahme von einem Fachbetrieb ein individuelles Angebot für Ihr Gebäude errechnen! |





