Menu Content/Inhalt
Start arrow Steuertipps

Förderung

Advertisement

Messetermine

Zur Zeit gibt es keine neuen Termine!
Steuervorteile durch Modernisierung Drucken E-Mail

Einkommenssteuermindernde Handwerkerkostenbeträge ab 01.01.2009

Der maximale absetzbare Betrag für Handwerkerkosten wird ab 2009 auf 6.000 Euro erhöht. Ab dem Jahr 2009 sind es insgesamt sogar bis zu 1.200 Euro pro Jahr, die in der Steuererklärung steuermindernd von der Steuerschuld abgezogen werden können. Das bedeutet für Sie, dass Sie bei 6.000 Euro Handwerkerkosten einen Steuervorteil von 1.200 Euro bekommen können.

Anerkannt werden Handwerkerleistungen, die in einer selbstgenutzen Wohnung oder einem selbstgenutzten Haus von Mietern und Wohnungseigentümern in Auftrag gegeben werden. Der Steuervorteil beinhaltet sämtliche handwerklichen Erhaltungs-, Modernisierungs- und Renovierungstätigkeiten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um regelmäßig vorzunehmende Arbeiten oder um einmalige Maßnahmen (z.B. Dämmmaßnahmen) handelt.

Wichtig: Hierbei ist darauf zu achten, dass sich die Absetzbarkeit nur auf die Lohnkosten (Arbeitslohn des Handwerkers) und nicht auf Kosten für das Arbeitsmaterial bezieht. Deshalb müssen Handwerksrechnungen genau nach Arbeitslohn und sonstigen Kosten aufgeschlüsselt werden. Reine Festpreisvereinbarungen ohne genaue Aufstellungen auf einer Rechnung werden dagegen steuerlich nicht begünstigt. Sprechen Sie mit dem Handwerksbetrieb schon vor der Rechnungstellung über die erforderliche Aufteilung der Rechnung. Als Auftraggeber eines Handwerkers ist darauf zu achten, dass in der Rechnung Arbeitslohn und Arbeitsmaterial einzeln mit getrennter Mehrwertsteuer aufgeführt sind.

Privatleute sind dazu verpflichtet Handwerkerrechnungen mindestens zwei Jahre aufbewahren und sie ggf. dem Finanzamt zusammen mit dem Kontoauszug bzw. Nachweis der Überweisung auf das Konto des Handwerkers vorzulegen. Von der Begünstigung ausgeschlossen ist die Errichtung von etwas Neuem. Beispiel: Die Neuerrichtung eines Gartentores ist nicht begünstigt, hingegen aber die Reparaturarbeiten am defektem Gartentor. Der Abzug erfolgt von der Steuerschuld und nicht bei der Einkunfts- oder Einkommensermittlung. Beispiel: Von 1000 Euro Lohnkosten in der Handwerkerrechnung erhalten Sie 200 Euro vom Finanzamt über die Steuererklärung zurück.

Anerkannte handwerkliche Tätigkeiten:

    • Arbeiten an Innen- und Außenwänden,
    • Arbeiten am Dach, an der Fassade, an Garagen, o.ä.,
    • Reparatur oder Austausch von Fenstern und Türen,
    • Streichen/Lackieren von Türen, Fenstern (innen und außen), Wandschränken, Heizkörpern und -rohren,
    • Reparatur oder Austausch von Bodenbelägen (z.B. Teppichboden, Parkett, Fliesen),
    • Reparatur, Wartung oder Austausch von Heizungsanlagen, Elektro-, Gas- und Wasserinstallationen,
    • Modernisierung oder Austausch der Einbauküche,
    • Modernisierung des Badezimmers,
    • Reparatur und Wartung von Gegenständen im Haushalt des Steuerpflichtigen (z.B. Waschmaschine, Geschirrspüler, Herd, Fernseher, Personalcomputer und andere Gegenstände, die in der Hausratversicherung mitversichert werden können),
    • Maßnahmen der Gartengestaltung,
    • Pflasterarbeiten auf dem Wohngrundstück, unabhängig davon, ob die Aufwendungen für die einzelne Maßnahme Erhaltungs- oder Herstellungsaufwand darstellen. Handwerkliche Tätigkeiten im Rahmen einer Neubaumaßnahme sind nicht begünstigt. Als Neubaumaßnahme gelten alle Maßnahmen, die im Zusammenhang mit einer Nutz- oder Wohnflächenschaffung bzw. -erweiterung anfallen.
    • Auch Aufwendungen zur Überprüfung von Anlagen (z.B. Gebühr für den Schornsteinfeger oder für die Kontrolle von Blitzschutzanlagen) sind begünstigt. Das Gleiche gilt für handwerkliche Leistungen für Hausanschlüsse (z.B. Kabel für Strom oder Fernsehen), soweit die Aufwendungen die Zuleitungen zum Haus oder zur Wohnung betreffen und nicht im Rahmen einer Neubaumaßnahme anfallen